| Dokumendiregister | Päästeamet |
| Viit | 1.3-1/6713 |
| Registreeritud | 03.11.2025 |
| Sünkroonitud | 04.11.2025 |
| Liik | Sissetulev kiri |
| Funktsioon | 1.3 Väliskoostöö |
| Sari | 1.3-1 Rahvusvahelise koostööga seotud kirjavahetus |
| Toimik | 1.3-1 |
| Juurdepääsupiirang | Avalik |
| Juurdepääsupiirang | |
| Adressaat | Deutscher Feuerwehrverband e.V |
| Saabumis/saatmisviis | Deutscher Feuerwehrverband e.V |
| Vastutaja | Katrin Ehala (halduse valdkond, Personaliosakond) |
| Originaal | Ava uues aknas |
Europäische Kommission Die Präsidentin
Brüssel, 50, 10, 2025 Ares (2025) 4557774
Sehr geehrter Herr Banse,
vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie uns über die Gründung des Verbands der Feuerwehren der Europäischen Union informieren und Ihre Besorgnis über die Anwendung der Richtlinie 2003/88/EG in Bezug auf die Arbeitszeitgestaltung auf freiwillige Feuerwehrleute in der EU zum Ausdruck bringen.
Lassen Sie mich Ihnen zunächst herzlich gratulieren zur Gründung dieses neuen Verbands. Feuerwehrleute, ob freiwillige oder hauptberufliche, spielen eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit unserer Gemeinschaften, und dies unter schwierigen Bedingungen und oft mit hohem persönlichem Risiko. Angesichts des breiten und bedauerlicherweise wachsenden Spektrums an Bedrohungen und Herausforderungen, verdienen die Mitarbeitenden all unserer Notfalldienste unsere unerschütterliche Unterstützung und können sich auf diese verlassen.
In Ihrem Schreiben sprechen Sie auch bestimmte Schwierigkeiten an, die bei oder infolge der Anwendung der Arbeitszeitrichtlinie auf freiwillige Feuerwehrleute aufgetreten sind, und bitten daher um deren Ausnahme von der Anwendung der Richtlinie.
Auch wenn ich die von Ihnen geäußerten Bedenken voll und ganz nachvollziehen kann und ernst nehme, muss ich betonen, dass die Arbeitszeitrichtlinie ein Instrument für Sicherheit und Gesundheitsschutz ist, das alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU vor übermäßig langen Arbeitszeiten und nicht ausreichenden Ruhezeiten schützt. Arbeitskräften in Notfalldiensten sollte dieser Schutz nicht vorenthalten werden - ganz im Gegenteil.
./..
Herrn Karl-Heinz Banse Präsident Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
E-Mail: roemer^dfv. org
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 2299 11 11
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Arbeitszeitrichtlinie nur für Personen gilt, die nach EU-Recht als „Arbeitnehmer“ gelten. Nach einschlägiger ständiger Rechtsprechung, die vom Gerichtshof der Europäischen Union entwickelt und in dessen Urteil in der Rechtssache Matzak (C-518/15) von 2018 bestätigt wurde, ist nach EU-Recht als „Arbeitnehmer“ anzusehen, wer eine tatsächliche und echte Tätigkeit ausübt und dabei während einer bestimmten Zeit für eine andere Person nach deren Weisung Leistungen erbringt, für die er als Gegenleistung eine Vergütung erhält In Anbetracht dieser Rechtsprechung gelten freiwillige Feuerwehrleute in der EU nicht automatisch als „Arbeitnehmer“; jeder einzelne Fall muss von den nationalen Gerichten anhand der Kriterien für die Einstufung als „Arbeitnehmer“ im Sinne des EU-Rechts geprüft werden, unabhängig vom rechtlichen Status des Verhältnisses nach nationalem Recht.
Darüber hinaus bietet die Arbeitszeitrichtlinie auch im Falle ihrer Anwendung erhebliche Flexibilität für Feuerwehrdienste. Beispielsweise sind Ausnahmen von den täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten, Pausen, der Dauer der Nachtarbeit oder den Bezugszeiträumen möglich, wenn Ausgleichsruhezeiten gewährt werden. Die Mitgliedstaaten können einzelnen Arbeitnehmerinnen und -nehmern unter bestimmten Bedingungen auch gestatten, von der durchschnittlichen wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden abzuweichen. Bei außergewöhnlichen Ereignissen wie Natur- oder Technologiekatastrophen, Attentaten oder schweren Unglücksfällen kann eine vorübergehende Nichtanwendung der Richtlinie zulässig sein.
Was Ihre Bitte um eine gezielte sektorale Ausnahme freiwilliger Feuerwehrleute vom Anwendungsbereich der Richtlinie betrifft, so ist der Begriff „Arbeitnehmer“ unabhängig vom Status einer Person oder jeder anderen Einstufung (z. B. als Freiwillige beziehungsweise Freiwilliger) nach nationalem Recht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen autonomen Begriff, der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union entwickelt wurde und auf einer funktionalen Bewertung der Tätigkeiten der betreffenden Person beruht. Daher ist es nicht möglich, dass Personen vom jeweiligen Anwendungsbereich eines EU-Rechtsinstruments ausgenommen werden, die nach dem nationalen Recht eines Mitgliedstaats als Freiwillige gelten.
Sollten die oben genannten Flexibilitätselemente als nicht angemessen und/oder nicht ausreichend angesehen werden, um den Bedürfnissen bestimmter Tätigkeitsbereiche gerecht zu werden, ist die Kommission stets bereit, die Bedenken der Interessengruppen, so auch Ihrer Organisation, anzuhören. Die Dienststellen der Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Integration stehen Ihnen zu diesem Zweck zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula von der Leyen
European Commission The President
Brussels, 30. 10 . 2025 Ares (2025) 4557774
Dear Mr Banse,
I would like to thank you for your letter providing information on the founding of the Association of Fire Brigades of the European Union and expressing your concerns about the application of Directive 2003/88/EC on the organisation of working time to volunteer firefighters in the EU.
Let me start by warmly welcoming and congratulating you on the creation of this new Association. Firefighters, whether volunteers or professionals, play an essential role in ensuring the safety and security of our communities, under difficult conditions and often at great personal risk. In a context marked by a wide and unfortunately growing range of threats and challenges, members of the staff of all our emergency services deserve and can rely on our steadfast support.
In your letter, you also refer to certain difficulties encountered in, or as a consequence of, the application of the Working Time Directive to volunteer firefighters and, thus, request their exclusion from the scope of the directive.
While I am fully aware of and sensitive to the concerns you express, I must underline that the Working Time Directive is a health and safety instrument that protects all workers in the EU from excessive working hours and inadequate rest. Workers providing emergency services should not be deprived of this protection; rather the opposite.
Mr Karl-Heinz Banse President Association of Fire Brigades of the European Union
E-mail: roemer^dfg org
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIÈ - Tel. +32 2299 lill
It should be noted, however, that the Working Time Directive is only applicable to individuals who qualify as “workers ” under EU law. According to a long line of case-law developed by the Court of Justice of the EU and confirmed in its Matzak judgment (C-518/15) of 2018, the status of “worker” under EU law depends on whether, for a certain period of time, the person pursues real and genuine activities, is subordinated to another person, and is remunerated in return. In light of this jurisprudence, volunteer firefighters in the EU do not qutomaticalfy qualify as “workers each specific case needs to be assessed by national courts against the criteria for qualification as “worker” for the purposes of EU law, regardless of the legal nature of the relationship under national law.
Moreover, even when the Working Time Directive applies, it offers substantial flexibility for firefighting services. For instance, derogations from daily and weekly rest, breaks, length of night work or reference periods are possible if compensatory rest is provided. Member States may also allow individual workers to “opt-out” of the 48-hour average maximum weekly working time under certain conditions. In exceptional circumstances of significant gravity, such as natural or technological disasters, attacks or major accidents, the directive may be temporarily disapplied.
As regards your request for a targeted sectoral exclusion of volunteer firefighters from the scope of the directive, the notion of “worker” is independent of the status of an individual, or any other qualification (e.g. volunteer), under national law. As mentioned above, it is an autonomous notion developed in the case-law of the Court of Justice of the EU, based on a functional assessment of the activities of the individual in question. Therefore, it is not possible for an EU law instrument to exclude from its scope whoever is considered a volunteer by the national law of a Member State.
Should the flexibility elements mentioned above be considered inadequate and/or insufficient to cater for the needs of specific sectors of activity, the Commission is always ready to listen to the concerns of stakeholders, including your organisation. The services of the Directorate-General for Employment, Social Affairs and Inclusion remain at your disposal to that effect.
Yours sincerely,
Ursula von der Leyen
I Commission I européenne La Présidente
Bruxelles, JO, Ю. 2025 Ares (2025) 4557774
Cher Monsieur Banse,
Je tiens à vous remercier pour votre lettre dans laquelle vous nous informez de la création de l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne (UE) et exprimez vos préoccupations concernant l’application de la directive 2003/88/CE sur l’aménagement du temps de travail aux sapeurs-pompiers volontaires dans l’UE.
Permettez-moi tout d’abord de saluer la création de cette nouvelle association et de vous en féliciter chaleureusement. Les sapeurs-pompiers, qu ’ils soient volontaires ou professionnels, jouent un rôle essentiel pour assurer la sûreté et la sécurité de nos communautés, dans des conditions difficiles et souvent au prix de grands risques personnels. Dans un contexte marqué par un large éventail de menaces et de défis, malheureusement toujours plus nombreux, les membres du personnel de tous nos services d'urgence méritent notre soutien sans faille et peuvent compter sur celui-ci.
Dans votre lettre, vous faites également référence à certaines difficultés rencontrées dans l’application, ou à la suite de l’application, de la directive sur le temps de travail aux sapeurs-pompiers volontaires, et demandez donc qu ’ils soient exclus du champ d’application de la directive.
Si je suis pleinement consciente des préoccupations que vous exprimez et suis sensible à celles-ci, je dois souligner que la directive sur le temps de travail est un instrument de la politique de santé et de sécurité qui protège tous les travailleurs de l’UE contre les horaires de travail excessifs et un temps de repos insuffisant. Les travailleurs fournissant des services d’urgence ne devraient pas être privés de cette protection, bien au contraire.
Monsieur Karl-Heinz Banse Président Fédération des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
E-mail : rpemer^dffiprg
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 2299 11 11
Il convient toutefois de noter que la directive sur le temps de travail ne s’applique qu ’aux personnes considérées comme des « travailleurs » en vertu du droit de l’UE. Selon une jurisprudence abondante élaborée par la Cour de justice de l’Union européenne et confirmée dans son arrêt de 2018 dans l’affaire Matzak (C-518/15), une personne bénéficie du statut de « travailleur » en vertu du droit de l’UE si elle a exercé, pendant un certain temps, des activités réelles et effectives sous la direction d’une autre personne, pour lesquelles elle a été rémunérée. A la lumière de cette jurisprudence, les sapeurs-pompiers volontaires dans l’UE ne sont pas automatiquement considérés comme des « travailleurs » ; chaque cas doit être examiné par les juridictions nationales sur la base des critères d’octroi du statut de « travailleur » au sens du droit de l’UE, quelle que soit la nature juridique de la relation au regard du droit national.
En outre, même lorsque la directive sur le temps de travail s’applique, elle offre une grande souplesse aux services de lutte contre les incendies. Par exemple, des dérogations aux temps de repos journalier et hebdomadaire, au temps de pause, à la durée du travail de nuit ou aux périodes de référence sont possibles si un repos compensateur est accordé. Les Etats membres peuvent également autoriser certains travailleurs, sous certaines conditions, à déroger à la règle limitant à 48 heures la durée maximale hebdomadaire moyenne de travail. Dans des circonstances exceptionnelles très graves, telles que des catastrophes naturelles ou technologiques, des attentats ou des accidents majeurs, la directive peut être temporairement inappliquée.
En ce qui concerne votre demande d’exclusion sectorielle ciblée des sapeurs-pompiers volontaires du champ d’application de la directive, la notion de « travailleur » est indépendante du statut d’une personne, ou de toute autre qualité (par exemple, volontaire), en vertu du droit national. Comme indiqué ci-dessus, il s’agit d’une notion autonome développée dans la jurisprudence de la Cour de justice de l’Union européenne, fondée sur une évaluation fonctionnelle des activités de la personne concernée. Par conséquent, il n ’est pas possible d’exclure du champ d’application d’un instrument du droit de l’UE les personnes considérées comme «volontaires» selon le droit national d’un Etat membre.
Si les éléments de flexibilité susmentionnés ne sont pas jugés adéquats ni suffisants pour répondre aux besoins de secteurs d’activité spécifiques, la Commission européenne demeure à l’écoute des préoccupations des parties prenantes, y compris de votre organisation. Les services de la Direction générale de l’emploi, des affaires sociales et de l’inclusion restent à votre disposition à cet effet.
Veuillez agréer, Monsieur, l’expression de ma considération distinguée.
Ursula von der Leyen
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Ihrer Exzellenz der Präsidentin der Europäischen Kommission
Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
Rue de la Loi 200 / Wetstraat 200
1040 Bruxelles
Belgique
Berlin, june 6th, 2025
Objet: Contribution de l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne à la stratégie
européenne de préparation – Appel à une exclusion ciblée des sapeurs-pompiers volontaires
du champ de la directive 2003/88/CE sur le temps de travail.
Madame la Présidente,
C’est avec un immense honneur que nous vous informons de la création, le 21 mai dernier à Berlin, de
l’Association des Sapeurs-Pompiers de l’Union Européenne. Forte de l’adhésion de 21 États membres
regroupant près de 3 millions de sapeurs-pompiers volontaires européens, notre association reflète
l’union des citoyens autour de valeurs d’engagement, de solidarité, de civisme et de protection
collective.
Nous nous associons pleinement à la dynamique de la Stratégie de préparation, menée sous votre
impulsion et portée par la Commissaire Hadja Lahbib dans le prolongement du rapport Niinistö. Nous
nous tenons prêts à accompagner et enrichir cette ambition commune.
Néanmoins, une préoccupation majeure unit l’ensemble de nos membres : les difficultés d’application
de la directive 2003/88/CE du Parlement européen et du Conseil du 4 novembre 2003 concernant
certains aspects de l’aménagement du temps de temps de travail (dite DETT) au volontariat de sapeur-
pompier. Plusieurs États membres nous ont déjà fait part d’impacts concrets : ralentissement du
recrutement, lourdeurs administratives incompatibles avec les missions et les contraintes du
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
volontariat, découragement de l’engagement altruiste, pourtant pilier fondamental de la protection civile
dans de nombreux territoires.
Dans l’immense majorité des cas, les sapeurs-pompiers volontaires exercent leur mission hors de leur
temps de travail professionnel, ce qui impose des alternances qui se heurtent aux restrictions et aux
plafonds fixés par la DETT : limitation globale du temps de travail à 48 heures hebdomadaires, repos
quotidien de 11 heures et requête de 24 heures consécutives de repos hebdomadaire.
Nous sollicitons par conséquent une exclusion sectorielle ciblée de l’application de cette directive pour
les personnes de la société civile engagées, à titre volontaire, dans les services des sapeurs-pompiers
ou de protection civile, afin de garantir la pérennité de ce modèle solidaire de protection civile, socle
de la résilience européenne face aux menaces et aux crises.
En espérant pouvoir compter sur votre soutien et votre bienveillance, nous vous prions d’agréer,
Madame la Présidente, l’expression de notre plus profond respect.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Ihrer Exzellenz der Präsidentin der Europäischen Kommission
Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
Rue de la Loi 200 / Wetstraat 200
1040 Bruxelles
Belgique
Berlin, june 6th, 2025
Subject: Contribution of the Association of Firefighters of the European Union to the European
Preparedness Strategy – Call for a targeted exclusion of volunteer firefighters from the scope
of Directive 2003/88/EC on working time.
Madam President,
it is with great honor that we inform you of the creation, on May 21 in Berlin, of the Association of
Firebrigades of the European Union. With 21 Member States representing nearly 3 million volunteer
firefighters across Europe, our association embodies the union of citizens around values of
commitment, solidarity, civic duty, and collective protection.
We fully embrace the momentum of the Preparedness Strategy, led by your initiative and advanced
by Commissioner Hadja Lahbib following the Niinistö report. We stand ready to support and enrich
this joint ambition.
Nevertheless, a major concern unites all our members: the difficulties in applying Directive
2003/88/EC of the European Parliament and of the Council of 4 November 2003 concerning certain
aspects of the organization of working time (“the Working Time Directive” or WTD) to volunteer
firefighters. Several Member States have already informed us of concrete impacts: slower recruitment,
administrative burdens incompatible with the missions and constraints of volunteering, and
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
discouragement of altruistic commitment, which is a fundamental pillar of civil protection in many
regions.
In the vast majority of cases, volunteer firefighters carry out their missions outside their professional
working time, which creates alternating schedules that clash with the restrictions and limits set by the
WTD: an overall limit of 48 hours of work per week, a daily rest of 11 hours, and a request for 24
consecutive hours of weekly rest.
We therefore request a targeted sectoral exclusion from the application of this Directive for individuals
from civil society who volunteer in fire and civil protection services, in order to ensure the continuity
of this solidarity-based civil protection model, which is the cornerstone of European resilience in the
face of threats and crises.
Hoping that we can count on your support and goodwill, please accept, Madam President, the
assurance of our highest respect.
Hoping to count on your support and goodwill, please accept, Madam President, the expression of
our highest respect.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Ihrer Exzellenz der Präsidentin der Europäischen Kommission
Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
Rue de la Loi 200 / Wetstraat 200
1040 Bruxelles
Belgique
Berlin, 6. Juni 2025
Beitrag des Verbands der Feuerwehrleute der Europäischen Union zur europäischen
Vorsorgestrategie – Aufruf zu einer gezielten Ausnahme von freiwilligen Feuerwehrleuten aus
dem Geltungsbereich der Richtlinie 2003/88/EG über Arbeitszeiten
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
es ist uns eine große Ehre, Sie über die Gründung des Verbands der Feuerwehren der Europäischen
Union am 21. Mai 2025 in Berlin zu informieren. Mit der Beteiligung von 21 Mitgliedstaaten, die fast
drei Millionen freiwillige Feuerwehrleute in Europa repräsentieren, verkörpert unser Verband die
Einigkeit der Bürgerinnen und Bürger um Werte wie Engagement, Solidarität, Bürgersinn und
kollektiven Schutz.
Wir unterstützen voll und ganz die durch Ihre Initiative und unter der Leitung von Kommissarin Hadja
Lahbib geförderte Dynamik der Vorsorgestrategie gemäß dem Niinistö-Bericht. Wir sind bereit, diese
gemeinsame Ambition zu begleiten und zu bereichern.
Dennoch eint all unsere Mitglieder eine große Sorge: die Schwierigkeiten bei der Anwendung der
Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über
bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung („Arbeitszeitrichtlinie“ oder AZR) auf das Wesen der
Freiwilligen Feuerwehren. Mehrere Mitgliedstaaten haben uns bereits über konkrete Auswirkungen
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
informiert: erschwerte Nachwuchsgewinnung, Verwaltungsaufwand, der mit den Aufgaben und
Rahmenbedingungen des Ehrenamts unvereinbar ist, sowie Entmutigung des selbstlosen
Engagements, das in vielen Regionen ein Grundpfeiler des Katastrophenschutzes ist.
In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle üben freiwillige Feuerwehrleute ihr Engagement außerhalb
ihrer beruflichen Arbeitszeit aus. Dies führt zu Wechselbeziehungen, die durch die Einschränkungen
und Höchstgrenzen der AZR erschwert werden: Begrenzung der Gesamtarbeitszeit auf 48 Stunden
pro Woche, tägliche Ruhezeit von 11 Stunden sowie das Erfordernis von 24 zusammenhängenden
Stunden Wochenruhezeit.
Wir bitten daher um eine gezielte sektorale Ausnahme von der Anwendung dieser Richtlinie für
Personen aus der Zivilgesellschaft, die freiwillig im Brand- und Katastrophenschutz tätig sind, um die
Nachhaltigkeit dieses solidarischen Modells des Katastrophenschutzes zu sichern – als Grundlage
für die europäische Resilienz gegen Bedrohungen und Krisen.
In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung und Ihr Wohlwollen verbleiben wir mit dem Ausdruck unseres
höchsten Respekts.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
An die Mitglieder des Verbands der Feuerwehr der Europäischen Union
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 6. Juni 2025 hatten wir die Präsidentin der Europäischen Kommission, Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN, um eine gezielte sektorale Ausnahme von der Anwendung dieser Richtlinie für Personen aus der Zivilgesellschaft gebeten, die freiwillig im Brand- und Katastrophenschutz tätig sind, um die Nachhaltigkeit dieses solidarischen Modells des Katastrophenschutzes zu sichern – als Grundlage für die europäische Resilienz gegen Bedrohungen und Krisen.
Nun hat Frau Präsidentin geantwortet. Das Antwortschreiben vom finden Sie beiliegend.
Zur Frage einer gezielten sektoralen Ausnahme freiwilliger Feuerwehrleute vom Anwendungsbereich der Richtlinie, so ist der Begriff „Arbeitnehmer“ unabhängig vom Status einer Person oder jeder anderen Einstufung (z. B. als Freiwillige beziehungsweise Freiwilliger) nach nationalem Recht zu betrachten. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen autonomen Begriff, der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union entwickelt wurde und auf einer funktionalen Bewertung der Tätigkeiten der betreffenden Person beruht. Daher ist es nicht möglich, dass Personen vom jeweiligen Anwendungsbereich eines EU-Rechtsinstruments ausgenommen werden, die nach dem nationalen Recht eines Mitgliedstaats als Freiwillige gelten.
Aus Berlin grüßt Sie freundlich
To the members of the European Union Firefighters Association
Dear Sirs and Madams,
On 6 June 2025, we asked the President of the European Commission, Dr Ursula VON DER LEYEN, to grant a specific sectoral exemption from the application of this directive for members of civil society who volunteer in fire and disaster protection, in order to ensure the sustainability of this solidarity-based model of disaster protection – as a basis for European resilience against threats and crises.
The President has now responded. Please find her reply attached.
On the question of a specific sectoral exemption for volunteer firefighters from the scope of the Directive, the term ‘worker’ must be considered independently of a person's status or any other classification (e.g. as a volunteer) under national law. As already mentioned, this is an autonomous term that has been developed in the case law of the Court of Justice of the European Union and is based on a functional assessment of the activities of the person concerned. It is therefore not possible to exclude persons who are considered volunteers under the national law of a Member State from the scope of an EU legal instrument.
With kind regards from Berlin
Rudolf Römer
Bundesgeschäftsführer
Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Reinhardtstr. 25
10117 Berlin
Telefon +49 30 2888488 20
Telefax +49 30 2888488 09
Mobil +49 171 8387949
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: SG COURRIER PRESIDENT ET VICE-PRESIDENTS <[email protected]>
Gesendet: Donnerstag, 30. Oktober 2025 11:38
An: Rudolf Römer <[email protected]>
Betreff: Reply to your letter to President von der Leyen - Ares(2025)4557774 - Ares(2025)9310142
ACHTUNG: Diese E-Mail wurde Ihnen von jemandem außerhalb der Organisation gesendet.
Bitte seien Sie vorsichtig beim Öffnen von Anlagen oder Anklicken von Links bei unbekannten Absendern bzw. Mail-Adressen.
Please find enclosed the reply to a letter addressed to the President of the European Commission, Ms Ursula von der Leyen.
Kind regards,
European Commission
Secretariat-General
President's Mail Team
Europäische Kommission Die Präsidentin
Brüssel, 50, 10, 2025 Ares (2025) 4557774
Sehr geehrter Herr Banse,
vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie uns über die Gründung des Verbands der Feuerwehren der Europäischen Union informieren und Ihre Besorgnis über die Anwendung der Richtlinie 2003/88/EG in Bezug auf die Arbeitszeitgestaltung auf freiwillige Feuerwehrleute in der EU zum Ausdruck bringen.
Lassen Sie mich Ihnen zunächst herzlich gratulieren zur Gründung dieses neuen Verbands. Feuerwehrleute, ob freiwillige oder hauptberufliche, spielen eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit unserer Gemeinschaften, und dies unter schwierigen Bedingungen und oft mit hohem persönlichem Risiko. Angesichts des breiten und bedauerlicherweise wachsenden Spektrums an Bedrohungen und Herausforderungen, verdienen die Mitarbeitenden all unserer Notfalldienste unsere unerschütterliche Unterstützung und können sich auf diese verlassen.
In Ihrem Schreiben sprechen Sie auch bestimmte Schwierigkeiten an, die bei oder infolge der Anwendung der Arbeitszeitrichtlinie auf freiwillige Feuerwehrleute aufgetreten sind, und bitten daher um deren Ausnahme von der Anwendung der Richtlinie.
Auch wenn ich die von Ihnen geäußerten Bedenken voll und ganz nachvollziehen kann und ernst nehme, muss ich betonen, dass die Arbeitszeitrichtlinie ein Instrument für Sicherheit und Gesundheitsschutz ist, das alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU vor übermäßig langen Arbeitszeiten und nicht ausreichenden Ruhezeiten schützt. Arbeitskräften in Notfalldiensten sollte dieser Schutz nicht vorenthalten werden - ganz im Gegenteil.
./..
Herrn Karl-Heinz Banse Präsident Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
E-Mail: roemer^dfv. org
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 2299 11 11
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Arbeitszeitrichtlinie nur für Personen gilt, die nach EU-Recht als „Arbeitnehmer“ gelten. Nach einschlägiger ständiger Rechtsprechung, die vom Gerichtshof der Europäischen Union entwickelt und in dessen Urteil in der Rechtssache Matzak (C-518/15) von 2018 bestätigt wurde, ist nach EU-Recht als „Arbeitnehmer“ anzusehen, wer eine tatsächliche und echte Tätigkeit ausübt und dabei während einer bestimmten Zeit für eine andere Person nach deren Weisung Leistungen erbringt, für die er als Gegenleistung eine Vergütung erhält In Anbetracht dieser Rechtsprechung gelten freiwillige Feuerwehrleute in der EU nicht automatisch als „Arbeitnehmer“; jeder einzelne Fall muss von den nationalen Gerichten anhand der Kriterien für die Einstufung als „Arbeitnehmer“ im Sinne des EU-Rechts geprüft werden, unabhängig vom rechtlichen Status des Verhältnisses nach nationalem Recht.
Darüber hinaus bietet die Arbeitszeitrichtlinie auch im Falle ihrer Anwendung erhebliche Flexibilität für Feuerwehrdienste. Beispielsweise sind Ausnahmen von den täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten, Pausen, der Dauer der Nachtarbeit oder den Bezugszeiträumen möglich, wenn Ausgleichsruhezeiten gewährt werden. Die Mitgliedstaaten können einzelnen Arbeitnehmerinnen und -nehmern unter bestimmten Bedingungen auch gestatten, von der durchschnittlichen wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden abzuweichen. Bei außergewöhnlichen Ereignissen wie Natur- oder Technologiekatastrophen, Attentaten oder schweren Unglücksfällen kann eine vorübergehende Nichtanwendung der Richtlinie zulässig sein.
Was Ihre Bitte um eine gezielte sektorale Ausnahme freiwilliger Feuerwehrleute vom Anwendungsbereich der Richtlinie betrifft, so ist der Begriff „Arbeitnehmer“ unabhängig vom Status einer Person oder jeder anderen Einstufung (z. B. als Freiwillige beziehungsweise Freiwilliger) nach nationalem Recht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen autonomen Begriff, der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union entwickelt wurde und auf einer funktionalen Bewertung der Tätigkeiten der betreffenden Person beruht. Daher ist es nicht möglich, dass Personen vom jeweiligen Anwendungsbereich eines EU-Rechtsinstruments ausgenommen werden, die nach dem nationalen Recht eines Mitgliedstaats als Freiwillige gelten.
Sollten die oben genannten Flexibilitätselemente als nicht angemessen und/oder nicht ausreichend angesehen werden, um den Bedürfnissen bestimmter Tätigkeitsbereiche gerecht zu werden, ist die Kommission stets bereit, die Bedenken der Interessengruppen, so auch Ihrer Organisation, anzuhören. Die Dienststellen der Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Integration stehen Ihnen zu diesem Zweck zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula von der Leyen
European Commission The President
Brussels, 30. 10 . 2025 Ares (2025) 4557774
Dear Mr Banse,
I would like to thank you for your letter providing information on the founding of the Association of Fire Brigades of the European Union and expressing your concerns about the application of Directive 2003/88/EC on the organisation of working time to volunteer firefighters in the EU.
Let me start by warmly welcoming and congratulating you on the creation of this new Association. Firefighters, whether volunteers or professionals, play an essential role in ensuring the safety and security of our communities, under difficult conditions and often at great personal risk. In a context marked by a wide and unfortunately growing range of threats and challenges, members of the staff of all our emergency services deserve and can rely on our steadfast support.
In your letter, you also refer to certain difficulties encountered in, or as a consequence of, the application of the Working Time Directive to volunteer firefighters and, thus, request their exclusion from the scope of the directive.
While I am fully aware of and sensitive to the concerns you express, I must underline that the Working Time Directive is a health and safety instrument that protects all workers in the EU from excessive working hours and inadequate rest. Workers providing emergency services should not be deprived of this protection; rather the opposite.
Mr Karl-Heinz Banse President Association of Fire Brigades of the European Union
E-mail: roemer^dfg org
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIÈ - Tel. +32 2299 lill
It should be noted, however, that the Working Time Directive is only applicable to individuals who qualify as “workers ” under EU law. According to a long line of case-law developed by the Court of Justice of the EU and confirmed in its Matzak judgment (C-518/15) of 2018, the status of “worker” under EU law depends on whether, for a certain period of time, the person pursues real and genuine activities, is subordinated to another person, and is remunerated in return. In light of this jurisprudence, volunteer firefighters in the EU do not qutomaticalfy qualify as “workers each specific case needs to be assessed by national courts against the criteria for qualification as “worker” for the purposes of EU law, regardless of the legal nature of the relationship under national law.
Moreover, even when the Working Time Directive applies, it offers substantial flexibility for firefighting services. For instance, derogations from daily and weekly rest, breaks, length of night work or reference periods are possible if compensatory rest is provided. Member States may also allow individual workers to “opt-out” of the 48-hour average maximum weekly working time under certain conditions. In exceptional circumstances of significant gravity, such as natural or technological disasters, attacks or major accidents, the directive may be temporarily disapplied.
As regards your request for a targeted sectoral exclusion of volunteer firefighters from the scope of the directive, the notion of “worker” is independent of the status of an individual, or any other qualification (e.g. volunteer), under national law. As mentioned above, it is an autonomous notion developed in the case-law of the Court of Justice of the EU, based on a functional assessment of the activities of the individual in question. Therefore, it is not possible for an EU law instrument to exclude from its scope whoever is considered a volunteer by the national law of a Member State.
Should the flexibility elements mentioned above be considered inadequate and/or insufficient to cater for the needs of specific sectors of activity, the Commission is always ready to listen to the concerns of stakeholders, including your organisation. The services of the Directorate-General for Employment, Social Affairs and Inclusion remain at your disposal to that effect.
Yours sincerely,
Ursula von der Leyen
I Commission I européenne La Présidente
Bruxelles, JO, Ю. 2025 Ares (2025) 4557774
Cher Monsieur Banse,
Je tiens à vous remercier pour votre lettre dans laquelle vous nous informez de la création de l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne (UE) et exprimez vos préoccupations concernant l’application de la directive 2003/88/CE sur l’aménagement du temps de travail aux sapeurs-pompiers volontaires dans l’UE.
Permettez-moi tout d’abord de saluer la création de cette nouvelle association et de vous en féliciter chaleureusement. Les sapeurs-pompiers, qu ’ils soient volontaires ou professionnels, jouent un rôle essentiel pour assurer la sûreté et la sécurité de nos communautés, dans des conditions difficiles et souvent au prix de grands risques personnels. Dans un contexte marqué par un large éventail de menaces et de défis, malheureusement toujours plus nombreux, les membres du personnel de tous nos services d'urgence méritent notre soutien sans faille et peuvent compter sur celui-ci.
Dans votre lettre, vous faites également référence à certaines difficultés rencontrées dans l’application, ou à la suite de l’application, de la directive sur le temps de travail aux sapeurs-pompiers volontaires, et demandez donc qu ’ils soient exclus du champ d’application de la directive.
Si je suis pleinement consciente des préoccupations que vous exprimez et suis sensible à celles-ci, je dois souligner que la directive sur le temps de travail est un instrument de la politique de santé et de sécurité qui protège tous les travailleurs de l’UE contre les horaires de travail excessifs et un temps de repos insuffisant. Les travailleurs fournissant des services d’urgence ne devraient pas être privés de cette protection, bien au contraire.
Monsieur Karl-Heinz Banse Président Fédération des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
E-mail : rpemer^dffiprg
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 2299 11 11
Il convient toutefois de noter que la directive sur le temps de travail ne s’applique qu ’aux personnes considérées comme des « travailleurs » en vertu du droit de l’UE. Selon une jurisprudence abondante élaborée par la Cour de justice de l’Union européenne et confirmée dans son arrêt de 2018 dans l’affaire Matzak (C-518/15), une personne bénéficie du statut de « travailleur » en vertu du droit de l’UE si elle a exercé, pendant un certain temps, des activités réelles et effectives sous la direction d’une autre personne, pour lesquelles elle a été rémunérée. A la lumière de cette jurisprudence, les sapeurs-pompiers volontaires dans l’UE ne sont pas automatiquement considérés comme des « travailleurs » ; chaque cas doit être examiné par les juridictions nationales sur la base des critères d’octroi du statut de « travailleur » au sens du droit de l’UE, quelle que soit la nature juridique de la relation au regard du droit national.
En outre, même lorsque la directive sur le temps de travail s’applique, elle offre une grande souplesse aux services de lutte contre les incendies. Par exemple, des dérogations aux temps de repos journalier et hebdomadaire, au temps de pause, à la durée du travail de nuit ou aux périodes de référence sont possibles si un repos compensateur est accordé. Les Etats membres peuvent également autoriser certains travailleurs, sous certaines conditions, à déroger à la règle limitant à 48 heures la durée maximale hebdomadaire moyenne de travail. Dans des circonstances exceptionnelles très graves, telles que des catastrophes naturelles ou technologiques, des attentats ou des accidents majeurs, la directive peut être temporairement inappliquée.
En ce qui concerne votre demande d’exclusion sectorielle ciblée des sapeurs-pompiers volontaires du champ d’application de la directive, la notion de « travailleur » est indépendante du statut d’une personne, ou de toute autre qualité (par exemple, volontaire), en vertu du droit national. Comme indiqué ci-dessus, il s’agit d’une notion autonome développée dans la jurisprudence de la Cour de justice de l’Union européenne, fondée sur une évaluation fonctionnelle des activités de la personne concernée. Par conséquent, il n ’est pas possible d’exclure du champ d’application d’un instrument du droit de l’UE les personnes considérées comme «volontaires» selon le droit national d’un Etat membre.
Si les éléments de flexibilité susmentionnés ne sont pas jugés adéquats ni suffisants pour répondre aux besoins de secteurs d’activité spécifiques, la Commission européenne demeure à l’écoute des préoccupations des parties prenantes, y compris de votre organisation. Les services de la Direction générale de l’emploi, des affaires sociales et de l’inclusion restent à votre disposition à cet effet.
Veuillez agréer, Monsieur, l’expression de ma considération distinguée.
Ursula von der Leyen
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne
Secretary's office
10117 Berlin, Reinhardtstr. 25, c/o Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Ihrer Exzellenz der Präsidentin der Europäischen Kommission
Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
Rue de la Loi 200 / Wetstraat 200
1040 Bruxelles
Belgique
Berlin, june 6th, 2025
Objet: Contribution de l’Association des sapeurs-pompiers de l’Union européenne à la stratégie
européenne de préparation – Appel à une exclusion ciblée des sapeurs-pompiers volontaires
du champ de la directive 2003/88/CE sur le temps de travail.
Madame la Présidente,
C’est avec un immense honneur que nous vous informons de la création, le 21 mai dernier à Berlin, de
l’Association des Sapeurs-Pompiers de l’Union Européenne. Forte de l’adhésion de 21 États membres
regroupant près de 3 millions de sapeurs-pompiers volontaires européens, notre association reflète
l’union des citoyens autour de valeurs d’engagement, de solidarité, de civisme et de protection
collective.
Nous nous associons pleinement à la dynamique de la Stratégie de préparation, menée sous votre
impulsion et portée par la Commissaire Hadja Lahbib dans le prolongement du rapport Niinistö. Nous
nous tenons prêts à accompagner et enrichir cette ambition commune.
Néanmoins, une préoccupation majeure unit l’ensemble de nos membres : les difficultés d’application
de la directive 2003/88/CE du Parlement européen et du Conseil du 4 novembre 2003 concernant
certains aspects de l’aménagement du temps de temps de travail (dite DETT) au volontariat de sapeur-
pompier. Plusieurs États membres nous ont déjà fait part d’impacts concrets : ralentissement du
recrutement, lourdeurs administratives incompatibles avec les missions et les contraintes du
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volontariat, découragement de l’engagement altruiste, pourtant pilier fondamental de la protection civile
dans de nombreux territoires.
Dans l’immense majorité des cas, les sapeurs-pompiers volontaires exercent leur mission hors de leur
temps de travail professionnel, ce qui impose des alternances qui se heurtent aux restrictions et aux
plafonds fixés par la DETT : limitation globale du temps de travail à 48 heures hebdomadaires, repos
quotidien de 11 heures et requête de 24 heures consécutives de repos hebdomadaire.
Nous sollicitons par conséquent une exclusion sectorielle ciblée de l’application de cette directive pour
les personnes de la société civile engagées, à titre volontaire, dans les services des sapeurs-pompiers
ou de protection civile, afin de garantir la pérennité de ce modèle solidaire de protection civile, socle
de la résilience européenne face aux menaces et aux crises.
En espérant pouvoir compter sur votre soutien et votre bienveillance, nous vous prions d’agréer,
Madame la Présidente, l’expression de notre plus profond respect.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
Association of Fire Brigades of the European Union
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Ihrer Exzellenz der Präsidentin der Europäischen Kommission
Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
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Berlin, june 6th, 2025
Subject: Contribution of the Association of Firefighters of the European Union to the European
Preparedness Strategy – Call for a targeted exclusion of volunteer firefighters from the scope
of Directive 2003/88/EC on working time.
Madam President,
it is with great honor that we inform you of the creation, on May 21 in Berlin, of the Association of
Firebrigades of the European Union. With 21 Member States representing nearly 3 million volunteer
firefighters across Europe, our association embodies the union of citizens around values of
commitment, solidarity, civic duty, and collective protection.
We fully embrace the momentum of the Preparedness Strategy, led by your initiative and advanced
by Commissioner Hadja Lahbib following the Niinistö report. We stand ready to support and enrich
this joint ambition.
Nevertheless, a major concern unites all our members: the difficulties in applying Directive
2003/88/EC of the European Parliament and of the Council of 4 November 2003 concerning certain
aspects of the organization of working time (“the Working Time Directive” or WTD) to volunteer
firefighters. Several Member States have already informed us of concrete impacts: slower recruitment,
administrative burdens incompatible with the missions and constraints of volunteering, and
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discouragement of altruistic commitment, which is a fundamental pillar of civil protection in many
regions.
In the vast majority of cases, volunteer firefighters carry out their missions outside their professional
working time, which creates alternating schedules that clash with the restrictions and limits set by the
WTD: an overall limit of 48 hours of work per week, a daily rest of 11 hours, and a request for 24
consecutive hours of weekly rest.
We therefore request a targeted sectoral exclusion from the application of this Directive for individuals
from civil society who volunteer in fire and civil protection services, in order to ensure the continuity
of this solidarity-based civil protection model, which is the cornerstone of European resilience in the
face of threats and crises.
Hoping that we can count on your support and goodwill, please accept, Madam President, the
assurance of our highest respect.
Hoping to count on your support and goodwill, please accept, Madam President, the expression of
our highest respect.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
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Frau Dr. Ursula VON DER LEYEN
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Berlin, 6. Juni 2025
Beitrag des Verbands der Feuerwehrleute der Europäischen Union zur europäischen
Vorsorgestrategie – Aufruf zu einer gezielten Ausnahme von freiwilligen Feuerwehrleuten aus
dem Geltungsbereich der Richtlinie 2003/88/EG über Arbeitszeiten
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
es ist uns eine große Ehre, Sie über die Gründung des Verbands der Feuerwehren der Europäischen
Union am 21. Mai 2025 in Berlin zu informieren. Mit der Beteiligung von 21 Mitgliedstaaten, die fast
drei Millionen freiwillige Feuerwehrleute in Europa repräsentieren, verkörpert unser Verband die
Einigkeit der Bürgerinnen und Bürger um Werte wie Engagement, Solidarität, Bürgersinn und
kollektiven Schutz.
Wir unterstützen voll und ganz die durch Ihre Initiative und unter der Leitung von Kommissarin Hadja
Lahbib geförderte Dynamik der Vorsorgestrategie gemäß dem Niinistö-Bericht. Wir sind bereit, diese
gemeinsame Ambition zu begleiten und zu bereichern.
Dennoch eint all unsere Mitglieder eine große Sorge: die Schwierigkeiten bei der Anwendung der
Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über
bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung („Arbeitszeitrichtlinie“ oder AZR) auf das Wesen der
Freiwilligen Feuerwehren. Mehrere Mitgliedstaaten haben uns bereits über konkrete Auswirkungen
Verband der Feuerwehren der Europäischen Union
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informiert: erschwerte Nachwuchsgewinnung, Verwaltungsaufwand, der mit den Aufgaben und
Rahmenbedingungen des Ehrenamts unvereinbar ist, sowie Entmutigung des selbstlosen
Engagements, das in vielen Regionen ein Grundpfeiler des Katastrophenschutzes ist.
In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle üben freiwillige Feuerwehrleute ihr Engagement außerhalb
ihrer beruflichen Arbeitszeit aus. Dies führt zu Wechselbeziehungen, die durch die Einschränkungen
und Höchstgrenzen der AZR erschwert werden: Begrenzung der Gesamtarbeitszeit auf 48 Stunden
pro Woche, tägliche Ruhezeit von 11 Stunden sowie das Erfordernis von 24 zusammenhängenden
Stunden Wochenruhezeit.
Wir bitten daher um eine gezielte sektorale Ausnahme von der Anwendung dieser Richtlinie für
Personen aus der Zivilgesellschaft, die freiwillig im Brand- und Katastrophenschutz tätig sind, um die
Nachhaltigkeit dieses solidarischen Modells des Katastrophenschutzes zu sichern – als Grundlage
für die europäische Resilienz gegen Bedrohungen und Krisen.
In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung und Ihr Wohlwollen verbleiben wir mit dem Ausdruck unseres
höchsten Respekts.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Banse
Präsident
Saatja: Rudolf Römer <[email protected]>
Saadetud: 03.11.2025 09:35
Teema: WG: Reply to your letter to President von der Leyen - Ares(2025)4557774 -
Ares(2025)9310142
Manused: Ares(2025)4557774 UVDL EN.pdf; Ares(2025)4557774 UVDL FR.pdf;
Ares(2025)4557774 UVDL DE.pdf; Courrier Association Européenne de
sapeurs_pompiers_UVDL_VF.pdf
TÄHELEPANU! Tegemist on väljastpoolt asutust saabunud kirjaga. Tundmatu saatja korral palume linke ja faile mitte avada!
An die Mitglieder des Verbands der Feuerwehr der Europäischen Union
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 6. Juni 2025 hatten wir die Präsidentin der Europäischen Kommission, Frau Dr. Ursula
VON DER LEYEN, um eine gezielte sektorale Ausnahme von der Anwendung dieser
Richtlinie für Personen aus der Zivilgesellschaft gebeten, die freiwillig im Brand- und
Katastrophenschutz tätig sind, um die Nachhaltigkeit dieses solidarischen Modells des
Katastrophenschutzes zu sichern – als Grundlage für die europäische Resilienz gegen
Bedrohungen und Krisen.
Nun hat Frau Präsidentin geantwortet. Das Antwortschreiben vom finden Sie beiliegend.
Zur Frage einer gezielten sektoralen Ausnahme freiwilliger Feuerwehrleute vom
Anwendungsbereich der Richtlinie, so ist der Begriff „Arbeitnehmer“ unabhängig vom
Status einer Person oder jeder anderen Einstufung (z. B. als Freiwillige beziehungsweise
Freiwilliger) nach nationalem Recht zu betrachten. Wie bereits erwähnt, handelt es sich
um einen autonomen Begriff, der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der
Europäischen Union entwickelt wurde und auf einer funktionalen Bewertung der
Tätigkeiten der betreffenden Person beruht. Daher ist es nicht möglich, dass Personen
vom jeweiligen Anwendungsbereich eines EU-Rechtsinstruments ausgenommen werden,
die nach dem nationalen Recht eines Mitgliedstaats als Freiwillige gelten.
Aus Berlin grüßt Sie freundlich
To the members of the European Union Firefighters Association
Dear Sirs and Madams,
On 6 June 2025, we asked the President of the European Commission, Dr Ursula VON
DER LEYEN, to grant a specific sectoral exemption from the application of this directive
for members of civil society who volunteer in fire and disaster protection, in order to ensure
the sustainability of this solidarity-based model of disaster protection – as a basis for
European resilience against threats and crises.
The President has now responded. Please find her reply attached.
On the question of a specific sectoral exemption for volunteer firefighters from the scope
of the Directive, the term ‘worker’ must be considered independently of a person's status
or any other classification (e.g. as a volunteer) under national law. As already mentioned,
this is an autonomous term that has been developed in the case law of the Court of Justice
of the European Union and is based on a functional assessment of the activities of the
person concerned. It is therefore not possible to exclude persons who are considered
volunteers under the national law of a Member State from the scope of an EU legal
instrument.
With kind regards from Berlin
Rudolf Römer Bundesgeschäftsführer Deutscher Feuerwehrverband e.V. Reinhardtstr. 25 10117 Berlin
Telefon +49 30 2888488 20 Telefax +49 30 2888488 09 Mobil +49 171 8387949 [email protected]
-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: SG COURRIER PRESIDENT ET VICE-PRESIDENTS <[email protected]> Gesendet: Donnerstag, 30. Oktober 2025 11:38 An: Rudolf Römer <[email protected]> Betreff: Reply to your letter to President von der Leyen - Ares(2025)4557774 - Ares(2025)9310142 ACHTUNG: Diese E-Mail wurde Ihnen von jemandem außerhalb der Organisation gesendet. Bitte seien Sie vorsichtig beim Öffnen von Anlagen oder Anklicken von Links bei unbekannten Absendern bzw. Mail-Adressen. Please find enclosed the reply to a letter addressed to the President of the European Commission, Ms Ursula von der Leyen. Kind regards, European Commission Secretariat-General President's Mail Team